Apulien- Basilikata 2019

Apulien- Basilikata 2019

Ende Oktober im Herbst 2019 zieht es uns erneut in den Süden Italiens nach Apulien. Im letzten Jahr haben wir die Region nördlich von Bari, von Mattinata in der Provinz Foggia aus erkundet. Der Airbus 319 fährt diesmal am Samstag pünktlich um 17 Uhr ab Köln. Für die 1330 Kilometer lange Luftlinie über die Alpen, östlich an Venedig vorbei, entlang der kroatischen Küste hinüber nach Bari in Apulien benötigt der Luft- Bus etwa 2 Stunden. Bereits im Überflug der Alpen geht die Sonne nach Westen unter, die Tage werden kürzer und bei der Ankunft in Bari gegen 19 Uhr ist es bereits stockdunkel. Wir übernehmen unseren Leihwagen am Flughafen und erreichen 51 Kilometer südöstlich von Bari gegen 21 Uhr unser Hotel in Noci. Hier empfängt uns Angelica sehr freundlich und ein erstes Essen im Restaurant stimmt auf eine schöne Woche in der Basilikata ein.

Unser Trullo
Unser Trullo

Die Basilikata ist eine Region zwischen Stiefelspitze und Stiefelabsatz Italiens. Von der Mitte Apuliens zieht sich der Höhenzug der Murgia nach Süden. Schon auf dem Weg zum Hotel fallen uns einige Schneeketten- Schilder auf, offensichtlich scheint das in dem bis zu über 400m hohen Höhenzug im Winter ein Thema zu sein. Die Temperaturen liegen derzeit tagsüber bei noch knapp zwanzig Grad, kühlen aber in der Nacht schon ordentlich runter. Das Hotel ist ein alter sanierter Gutshof, eine sogenannte Masseria. Wir wohnen in einem traditionellen Trullo, einem Gebäude mit hutförmig gemauerten Dach. Solche Trulli finden sich in der Region sehr häufig und haben ihre ganz eigene Geschichte. Hochburg dieser Bauweise ist die Stadt Alberobello mit gut 1000 Trulli.

Abate Masseria Noci
Abate Masseria Noci

Die Geschichte der Trulli ist eine Geschichte von Machtmissbrauch des Grafen und Lehnsherren Giangirolamo Acquaviva Aragon zu Beginn des 16.Jh. Um eine Ortschaft zu gründen brauchte der Graf per Gesetz eigentlich das Einverständnis des Königs. Er hielt diese Forderung allerdings für überbewertet, tolerierte die Ansiedlung von Bauern auf seinem Land und wirtschaftete lieber in die eigene Tasche. Stand eine Kontrolle des Königs an, wurden die Bauern vertrieben und die mörtellosen Häuser dem Erdboden gleich gemacht. Selbstverständlich durften die Bauern nach der Kontrollinspektion alles wieder selbst aufbauen.

Zona di Trulli- Alberobello
Zona di Trulli- Alberobello

Arschlöcher und organisiertes Verbrechen gab es in der Welt immer schon und wird es voraussichtlich auch immer geben. Die Bauweise der Trulli hat sich dieser Überlieferung nach so etabliert. Erst 1797 wurde Alberobello zur königlichen Stadt und die Verpflichtung mörtellose Häuser zu bauen entfiel. 1996 erhielten die Trulli von Alberobello den Eintrag als Weltkulturerbe bei der UNESCO.

Olivenhain mit Kirchturm von Noci
Olivenhain mit Kirchturm von Noci

Von unserem Trullo können wir durch einen Olivenhain hinüber sehen, nach Noci. Anpflanzungen von Nussbäumen haben der Stadt ihren Namen gegeben. Unser erster Ausflug führt uns am Sonntag einige Kilometer nördlich nach Putignano. Die Stadt ist bekannt für ein alljährliches Spektakel, wie wir es aus dem Rheinland kennen. Mit der ältesten Karnevals-Tradition Italiens feiert man das Fest seit 1394 ebenfalls mit bunten Wagen, Kunstwerken aus Pappmaschee, die von einer Jury prämiert werden.

Abstieg in die Grotta del Trullo
Abstieg in die Grotta del Trullo

Wir besuchen hier die Grotta del Trullo, eine 1931 entdeckte Karsthöhle in der Murgia. Die Tropfsteinhöhle begehen wir über eine 12 Meter abwärts führende Wendeltreppe. Es ist eine pittoreske Welt aus Stalaktiten und Stalakmiten, deren Alabaster- und Calcitanteile im Licht der Lampen funkeln. Etwa 20 Meter tief geht es weiter hinab in einen zweiten touristisch erschlossenen Hohlraum im Karst. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 1 Zentimeter in 100 Jahren weisen eindrucksvollen Gebilde auf die Jahrtausende alte Entstehungsgeschichte der heutigen Höhle hin. Einige Bereiche wirken sehr trocken und tatsächlich scheint es einen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung nebst sehr trockenen Sommern zu geben.

Egnazia mit Via Traiana
Egnazia mit Via Traiana

Wir fahren am Nachmittag in östlicher Richtung an die Küste. Beim Verlassen des Höhenzugs der Murgia öffnet sich ein weiter Blick auf die Ostküste. Etwa 10 Kilometer südlich der Hafenstadt Monopoli haben Archäologen weitläufige Ausgrabungen vorgenommen und die Reste der antiken Stadt Egnazia freigelegt. In der vorrömischen Epoche lag Egnazia auf der Grenze der Besiedlungsgebiete der Peuketier und der nach Süden lebenden Messapier. Frühe Funde weisen auf eine Besiedlung seit der Bronzezeit hin und können im sehenswerten archäologischen Museum bestaunt werden.

Egnazia- Steinkopf 7.-6. Jh. v.Chr.
Egnazia- Steinkopf 7.-6. Jh. v.Chr.

Draußen liegen die Fundamente der Stadt mit Forum, Basilika und Amphitheater. Mitten hindurch verläuft die Via Traiana, die als Bypass der berühmten Via Appia an der Ostküste parallel verläuft. In Brindisi, dem Endpunkt der Via Appia treffen beide wieder aufeinander. Die Zerstörung Egnazias geht auf den Ostgotenkönig Totila im Jahr 545 n.Chr. zurück. Die Stromleitungen haben schwer zu tragen, denn Tausende Staren haben es sich auf ihrem Zug nach Süden darauf bequem gemacht. Einmal in die Hände klatschen reicht aus für einen Start der unzähligen Vögel, die sich nach einem konzertanten Schwarmflug bald wieder auf den Überlandleitungen sammeln.

Starenhimmel mit Murgia
Starenhimmel mit Murgia

Zu erkunden sind weiterhin die römischen Thermen, die Nekropolen am Museumsgebäude und zum Meer hin die Akropolis. Vom antiken Hafen mit Resten der Stadtmauer beobachten wir wie die Sonne hinter der Murgia versinkt. Weiches rotes Licht umschmeichelt die uralten Olivenbäume mit ihren teils mächtigen Stämmen auf den Feldern.

Sehr alte Olivenbäume- Egnazia
Sehr alte Olivenbäume- Egnazia

Den Abend lassen wir in der Hafenstadt Monopoli ausklingen. Wir parken am Hafen und stürzen uns in das quirlige Treiben am alten Hafen. Gesäumt vom Kastell Kaiser Karl V. aus der Mitte des 16. Jh. reihen sich die Häuser rund um das Hafenbecken aneinander. Die ursprüngliche Befestigung geht auf Heinrich VI., den Vater Friedrichs II. zurück. Nach dem Überfall der Goten auf die Stadt Egnazia im Jahr 545 flüchtete die Bevölkerung in das nahe Monopoli, das Egnazia in seiner Bedeutung unterstellt war. Alle waren seit der ersten bronzezeitlichen Ansiedlung im 2. Jahrtausend v. Chr. hier- Griechen, Römer, Ostgoten, Normannen, Byzantiner, Staufer, Spanier, Habsburger und Bourbonen beherrschten das Gebiet. Auch venezianischer Einfluss ist in den Fassaden zu erkennen.

Im Hafen von Monopoli
Im Hafen von Monopoli

Nach dem Abendessen mit delikat zubereiteten Meeresfrüchten in der Osteria „Da Zi Ottavio“ vertreten wir uns noch ein wenig die Beine in den hübschen Gassen von Monopoli. Die Kirchen und auch eine Krypta aus dem 11. Jahrhundert sind leider bereits geschlossen. Dafür ist das Leben in den Gassen noch sehr lebendig.

Gasse in Monopoli
Gasse in Monopoli

Am Montag haben wir uns den Besuch der diesjährigen Kulturhauptstadt vorgenommen- ja genau- wir haben auch erst kurz vor der Tour erfahren, das diese sich in diesem Jahr nur 55 Kilometer westlich von unserem Urlaubsdomizil entfernt befindet. Den Titel der Europäischen Union erhält jedes Jahr eine andere europäische Stadt, in diesem Jahr ist es Matera, und zwar als erste süditalienische Stadt. Die Stadt ist an den Rand einer Schlucht gebaut und galt bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts als „nationale Schande“ Italiens. In den sogenannten Sassi, den in den Fels gebauten Behausungen lebten die Menschen unter mittelalterlichen Bedingungen. Wegen der nicht akzeptablen hygienischen Bedingungen wurden die Bewohner der Sassi in neu gebaute Wohnsiedlungen umgesiedelt.

Piazza S.Francesco - Welcher Künstler ?
Piazza S.Francesco – Welcher Künstler ?

Matera hat eine sehr alte Geschichte- seine Sassi wurden bereits 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wir parken am Vormittag in einem Parkhaus am Rande der historischen Altstadt. Der Weg führt uns zunächst an einen schönen Platz vor einer barocken Kirchenfassade, es ist der Piazza S. Francesco mit der Chiesa S.Francesco d’Assisi. Auf der Piazza steht ein Kunstwerk, das einen auf Damenbeinen stehenden Flügel darstellt, auf dem eine goldene weibliche Figur dem Himmel die Arme entgegenstreckt. Ich habe zunächst keine Eingebung wer der bedeutende Künstler ist, dem wir später in Matera noch mehrfach begegnen werden. Über die Via Duomo erreichen wir die Piazza Duomo mit der Kathedrale della Madonna della Bruna e di Sant’Eustachio. Der Bau der Kathedrale geht auf das Jahr 1230 zurück. Sie steht auf dem höchsten Punkt der Stadt, zwischen dem Sasso Barisano und Sasso Caveoso. Der Untergrund der Kathedrale wurde beim Bau künstlich um 6 Meter angehoben.

Matera- Sasso Barisano mit Domturm
Matera- Sasso Barisano mit Domturm

Wir betreten die Kirche durch das hintere Seitentor, das von 2 Löwen bewachte normannische Löwentor. Im barockisierten Innenraum ist ein Fresko aus dem Jahr 1270 hervorzuheben, das die Madonna della Bruna mit dem Jesuskind darstellt. In einer Seitenkapelle befindet sich eine Krippe von 1532. Das geschnitzte kostbare Chorgestühl stammt aus dem Jahr 1453. Ein bei Restaurierungsarbeiten freigelegtes Fresko des Jüngsten Gerichts aus dem 14. Jahrhundert ist ein Gemälde des Künstlers Rinaldo di Taranto.

Dom zu Matera
Dom zu Matera

Über die Via Muro öffnet sich der Blick in die Schlucht und auf Sasso Caveoso. Den perfekten Blick genießen wir eine Weile auf der Terrasse einer Bar beim Espresso. Wir steigen weiter hinab zur Chiesa San Pietro Caveoso, die auf einem Felsplateau direkt am Rande der Schlucht liegt.

Blick auf Sasso Caveoso
Blick auf Sasso Caveoso

Im Sasso Caveoso schauen wir uns zunächst das Casa Grotta di Vico Solitario an. Hier hat man liebevoll ein Museum eingerichtet um die traditionelle Lebensweise in einem Sasso darzustellen. Der Esel hatte keinen separaten Stall, sondern wohnte mit der Familie zusammen in der Höhlenwohnung.

Casa Grotta im Sasso Caveoso- Links hinten der Esel
Casa Grotta im Sasso Caveoso- Links hinten der Esel

Zu den absoluten Highlights Materas gehören die frühchristlichen Höhlenkirchen. Zunächst steigen wir über Treppen auf den Felsen des Monterrone, wo sich hinter einem gemauerten Portal die Kirchenräume der Felsenkirchen Santa Maria de Idris und San Giovanni in Monterrone befinden. In den Höhlen befinden sich Fresken aus dem 11. und 12. Jahrhundert.

Fresken 12. Jh.- Santa Maria de Idris und San Giovanni in Monterrone
Fresken 12. Jh.- Santa Maria de Idris und San Giovanni in Monterrone

In der direkten Nachbarschaft besuchen wir die Felsenkirche Santa Lucia alle Malve. Auch hier begann man mit der Ausmalung der bereits im 9. Jh. angelegten Höhle seit dem 11. Jh. Sehr gut erhalten ist u.a. eine stillende Madonna, die in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts vom Meister der Bruna gemalt wurde. Hinter diesem Meister versteckt sich Rinaldo von Tarent, dessen Jüngstes Gericht wir ja schon im Dom bestaunen durften.

Blick nach Norden auf den Kirchenfelsen und die Schlucht von Matera
Blick nach Norden auf den Kirchenfelsen und die Schlucht von Matera

Neben Santa Lucia alle Malve befinden sich auf einem Felsplateau die verfüllten Grabnischen des alten Friedhofs von Matera, der bei den Sanierungsarbeiten der 70er Jahre aufgelöst wurde. Die Grablegen in unmittelbarer Nähe der Kultstätten waren Persönlichkeiten der Kirche, aber auch wohlhabenden Bürgern vorbehalten. Napoleon Bonaparte verfügte 1804 mit einem Erlass, das die Toten außerhalb der Stadtmauern beizusetzen seien.

Licht und Schatten- Stillleben Matera
Licht und Schatten- Stillleben Matera

Auf der Via Bruno Buozzi lassen wir uns in einem Straßenrestaurant nieder. Ich esse eine regionale Spezialität- Tagliatelle con le Fave bianche e Peperoni cruschi. Es handelt sich um ein Nudelgericht mit weißem Saubohnenpüree und gedörrten knusprig gebratenen Spitzpaprika- sehr lecker. Den leider extrem schusseligen Kellner sehen wir als unfreiwillige Darbietung mit Unterhaltungswert. Nach einigen Faux- Pas war er letztlich erstaunt, das wir auch ein Besteck zum Essen benötigen- versteckte Kamera ?

Craft-Beer Matera
Craft-Beer Matera

Es ist bereits Nachmittag und wir verlassen Sasso Caveoso über die Via Bruno Buozzi. An der Piazza San Pietro Caveoso beginnt die Via Madonna delle Virtù, die als Panoramastraße am Canyon- Rand entlang Sasso Barisano quert. Tief im Canyon können wir eine Wildschwein- Rotte ausmachen. Unser Ziel sind nun 2 weitere frühchristliche Kirchen, die miteinander verbundenen Felskirchen des Klosters Madonna delle Virtù (10.Jh) und S. Nicola dei Greci ( 9.Jh).

Felsenkirche Madonna delle Virtù 10.Jh.
Felsenkirche Madonna delle Virtù 10.Jh.

Derzeit befindet sich hier eine Kunstausstellung- und jetzt wird mir auch klar, welchem Künstler ich die Skulptur mit der Figur auf dem Flügel zuordnen muss. Es sind die Skulpturen Salvatore Dalis, die in den historischen Felskirchen und auch in der Stadt verteilt ausgestellt sind.

Dance of Time II- Salvador Dali (1904-1989)
Dance of Time II- Salvador Dali (1904-1989)

Es macht Spaß, die Plastiken des 1989 verstorbenen katalonischen Surrealisten in diesem einmaligen Ambiente zu erleben. Wo passt eine seiner berühmten zerschmelzenden Uhren als Inbegriff der Dehnbarkeit von Zeit besser hin, als an diesem 1000 Jahre alten Ort. Ein wunderbarer Kontrast zu den ebenso alten Kunstwerken der alten Meister, von denen die Fresken an den Wänden stammen.

Dali in Matera- Sunset
Dali in Matera- Sunset

In der blauen Stunde irren wir durch die Gassen von Sasso Barisano. Ich erfahre, das die Gassen Drehort vieler auch internationaler Filmproduktionen waren. Mel Gibson drehte hier die Passion Christi und man munkelt das der 2020 in die Kinos kommende James Bond hier „Keine Zeit zum Sterben“ haben wird.

Matera- Sasso Barisano zur blauen Stunde
Matera- Sasso Barisano zur blauen Stunde

Vorbei an einer Kirche aus dem 17.Jh, Sant’Antonio Abate, gehen wir die Via Addozio hinauf und besuchen noch die größte Felsenkirche Materas. San Pietro Barisano geht mit einer ersten Felsenanlage auf das 12.-13. Jahrhundert zurück. In unterirdischen Räumen wurden die Leichen verstorbener Geistlicher in Sitznischen abgelegt.

Matera- San Giovanni Battista 13.Jh.
Matera- San Giovanni Battista 13.Jh.

In der Dunkelheit, im Schein der Straßenlaternen, laufen wir hinauf zur Piazza S. Rocco. Über den vielen Lichtern liegt gegenüber die hell erleuchtete Domfassade. Die romanische Kirche San Giovanni Battista aus dem frühen 13. Jahrhundert weckt noch unser Interesse. Das kunstvolle Eingangsportal erinnert an das Löwentor der Kathedrale. Wir betreten einen 3- schiffigen dunklen Innenraum mit Kreuzgratgewölbe das von Pfeilern mit kunstvoll gearbeiteten Kapitellen getragen wird.

Dali- Elefant am Piazza Vittorio
Dali- Elefant am Piazza Vittorio

Die Luft ist jetzt raus, an weiteren interessanten Kirchen vorbei stolpern wir zur Piazza Vittorio. Auch hier grüßt Dali mit einem Elefanten, der auf filigranen überdimensional langen Beinen eine goldene Pyramide auf seinem Rücken trägt. Auf einer Bank lassen wir das Treiben auf der Piazza noch eine Weile auf uns wirken bevor wir zurück nach Noci fahren.

Gasse in Gioia del Colle
Gasse in Gioia del Colle

Am Dienstag Vormittag fahren wir nach Gioia del Colle. Hier treffen wir wieder auf Frederico Secondi, oder zumindest auf eines seiner Kastelle. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe zwischen der nordwestlichen und südöstlichen Murgia auf 365 m. Friedrich II. baute die zerstörte Burganlage aus dem 12. Jh. nach der Rückkehr von seinem Kreuzzug 1230 wieder auf. Die Normannisch- Staufische Burg gehört zu den schönsten Burganlagen Apuliens und beherbergt ein archäologisches Museum.

Vorchristliches Fundstück vom Monte Sannace
Vorchristliches Fundstück vom Monte Sannace

Die Exponate stammen aus dem 5 Kilometer nordöstlich gelegenen Ausgrabungsfeld am Monte Sannace. Hier wurde eine Stadt ausgegraben, deren Ursprünge auf das 9. Jahrhundert v.Chr. als wichtiges Zentrum der Peuketier zurückgeht. Der engste Ring mehrerer gefundener Stadtmauern umgibt eine Akropolis aus der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v.Chr. In den Vitrinen können wir die erstaunlichen Funde der Stadt betrachten. Höhepunkt der Burg ist der vollständig erhaltene Thronsaal des Kaisers.

Kaiser- Thron- Kastell Gioia del Colle
Kaiser- Thron- Kastell Gioia del Colle

Am Mittag finden wir uns am Hotel ein und erfrischen uns mit einem Bad im Pool. Das Bad ist kurz und sehr erfrischend, da sich das Wasser an den kurzen Tagen auch bei Sonnenschein nicht mehr wirklich erwärmt. Also fangen wir ein paar Sonnenstrahlen ein und wenden uns am Nachmittag der Trullistadt Alberobello zu. Wir parken unser Auto an der Chiesa Sant’Antonio di Padova, einer zu Anfang des 20. Jahrhundert erbauten Kirche mit Bedachung im typischen Trullo- Stil. Von hier durchstreifen wir den sehr touristischen Teil mit Andenkenläden, in denen alles verkauft wird wofür Touristen gerne Geld ausgeben. Es gibt aber auch die weniger touristischen Bereiche, in denen die Trulli noch heute bewohnt werden. Auf der Suche nach solchen Gassen laufen wir in nördlicher Richtung kreuz und quer durch die Stadt in Richtung der Basilika dei S.S. Medici.

Alberobello- Shopping- Mall
Alberobello- Shopping- Mall

Wir besuchen den Trullo Sovrano, der in der ersten Hälfte des 18.Jh. im Auftrag der wohlhabenden Familie des Priesters Cataldo Perta (1744-1809) erbaut wurde. In dem einzigen zweistöckigen Trullo beherbergte die Bruderschaft des heiligen Sakraments zu Anfang des 19.Jh. die Reliquien Cosmas und Damians. Ende des 19.Jh. zog Familie Sulmerano im Trullo Sovrano ein und präsentiert diese historische Wohnstätte heute als Museum.

Basilika S.S. Medici- Alberobello
Basilika S.S. Medici- Alberobello

Die Basilika S.S. Medici beherbergt heute die Reliquien der zu Beginn des 4. Jahrhunderts im Süden der heutigen Türkei wirkenden Heilkundigen Cosmas und Damian, die während der Christenverfolgung gegen alle Tötungsversuche Kaiser Diokletians resistent waren. Sogar eine Beintransplantation gelang den beiden Kollegen. Der Legende nach erhielt ein hellhäutiger Patient als Transplantat das Bein eines verstorbenen dunkelhäutigen Spenders. Dem finalen Martyrium der Enthauptung konnten die später heilig gesprochenen Ärzte nicht entgehen. Sie wurden die Schutzheiligen der Medici und einiger Städte- wie auch meiner Heimatstadt Essen.

Gute Gespräche auf der Piazza del Popolo
Gute Gespräche auf der Piazza del Popolo

Leider werden wir auf der Suche nach einem Restaurant nicht fündig, denn die allermeisten Restaurants öffnen erst um 20 Uhr. Ein empfohlenes Fischrestaurant (Mare Nostro) hat leider Ruhetag. Wir fahren zurück nach Noci und essen dort im einfachen Restaurant „Chapeau“ ein paar sehr leckere Vorspeisen und eine ganz gute Pizza – nur der gereichte Tischwein hat noch viel Luft nach oben 🙂

Gelateria- Alberobello
Gelateria- Alberobello

Am Mittwoch schwärmen wir nach Südosten aus, quer durchs Valle d’Itria über Martina Franca nach Oria. Wir durchfahren Agrarland mit Olvenhainen und Weinbergen und sehen den einen oder anderen Hof in Trullo- Bauweise. Einige stehen auch leer und laden zu Foto- Stops ein.

Unterwegs im Valle d'Itria
Unterwegs im Valle d’Itria

Die befestigte Stadt Oria liegt auf einer Anhöhe auf halbem Weg zwischen Brindisi und Tarent und hat den Beinamen „Porta del Salento“. Schon bei der Anfahrt erkennt man die hohen Mauern des Staufer- Kastells und die hübsche mosaikbelegte bunte Kuppel des Domes. Wir ergattern einen Parkplatz am nördlichen Rand der Altstadt. In der Touristeninformation in einem Palazzo am Corso Umberto I. erfahren wir, das sowohl Kastell als auch Kathedrale derzeit wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen sind.

Oria- Porta del Salento
Oria- Porta del Salento

Wir laufen ein Stück entlang der nördlichen Festungsmauern um festzustellen, das es tatsächlich keine Möglichkeit gibt mehr von der Burganlage zu erkunden. Auch das südliche Hauptportal zwischen 2 Rundtürmen ist mit einer schweren Eisentür verschlossen. Durch die schmalen Gassen Orias arbeiten wir uns zur Kathedrale Santa Maria. Wir befinden uns auf dem Vorplatz der barocken Fassade der Kathedrale, der Papst Johannes Paul II 1992 den Status einer Basilika vergab. Auch hier geht die Barockisierung der romanischen Vorgängerkirche auf das große Erdbeben von 1743 zurück. Das Kircheninnere unter dem es wohl auch eine Krypta mit Mumien gibt können wir aus genannten Gründen nicht besuchen.

Kathedrale Santa Maria- Oria
Kathedrale Santa Maria- Oria

Auf der menschenleeren Piazza tun wir es der Bronzefigur eines bekrönten Adelsmannes gleich, halten einen Moment inne und spüren die warme Sonne Süditaliens auf der Haut. Ich finde keinen Hinweis auf die Identität der Statue- er ist römisch gekleidet, so handelt es sich wahrscheinlich nicht um Friedrich II, obwohl das meine erste Eingabe war. Bevor wir Oria verlassen gönnen wir uns noch einen Espresso.

Fiat 500 über 40 Jahre alt- verrät uns der freundliche Fahrer
Fiat 500 über 40 Jahre alt- verrät uns der freundliche Fahrer

Wir fahren nun in Richtung Süden an die Küste bei Campomarino. Dabei durchfahren wir das Weinland rund um Manduria, das den herrlichen Primitivo di Manduria hervorbringt. Es ist ein dunkler, sehr kräftiger Rotwein, der in entsprechender Qualität mit Aromen nicht geizt. Dunkle Gewitterwolken hängen über den Weinstöcken mit ihrem bereits bunten Blattwerk.

Gewitterstimmung bei Manduria
Gewitterstimmung bei Manduria

Wir fahren nun die sonnige Küstenstraße hinauf Richtung Tarent. Die gigantischen Gewitterambosse haben wir hinter uns gelassen, sie schweben nun wie weiße Riesen über dem Hinterland. Da wir an der Küste immer mal wieder anhalten fällt unser Besuch von Tarent in die blaue Stunde.

An der Küstenstraße nach Tarent
An der Küstenstraße nach Tarent

Die Wahl unseres Parkplatzes erweist sich als etwas zu weit abseits der Altstadt und wir müssen eine ganze Weile durch wenig einladende Straßenschluchten laufen, bis wir die Uferpromenade erreichen. Der Himmel hat sich rot eingefärbt, vor der Küste liegen malerisch zahlreiche Fracht- und Tankschiffe vor Anker. Tarent liegt am nordwestlichen Stiefelabsatz, der den großen Meeresgolf im Ionischen Meer nach Nord- Osten begrenzt.

Tankschiff- Parade vor Tarent
Tankschiff- Parade vor Tarent

Als einer der größten Arbeitgeber der Region mit der angrenzenden Eisen- und Schwerindustrie war Tarent immer wieder in den Schlagzeilen. Freund Bernhard arbeitet in der Stahlbranche und berichtet uns nach unserer Reise über die Skandale rund um eine der größten Dreckschleudern Süditaliens. Umwelt- und Gesundheitsaspekte fanden in der Vergangenheit wohl wenig Beachtung. Am Marinedenkmal vorbei laufen wir über die Schwenkbrücke Ponte Girevole hinüber zur Altstadt- Insel mit dem Castello Aragonese.

Castello Aragonese- Tarent
Castello Aragonese- Tarent

Tarent wird auch die Stadt der zwei Meere genannt , denn die Isola del Borgo Antico liegt zwischen dem Mittelmeer und dem hinter der Insel liegenden Mar Piccolo. Der älteste Teil der Festungsanlage geht auf das Jahr 967 zurück, als Verteidigungsanlage der Byzantiner gegen die Sarazenen und die Republik Venedig. Vollendet wurde die Festung 1492 und bis zum Anfang des 18. Jahrhundert weiter ausgebaut und verstärkt. Zu abendlicher Stunde erhalten wir Gelegenheit mit einem Offizier des heutigen Marinestützpunkts die Anlage zu besichtigen. Sehr engagiert mit vielen Erläuterungen führt er uns durch die interessanten Räume der Festung.

Geschütz im Castello Aragonese
Geschütz im Castello Aragonese

Unmittelbar in der Nähe der Festung stehen zwei dorische Säulen eines Poseidon- Tempels aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts vor Christus. Eine Besiedlung Tarents kann seit der Jungsteinzeit nachgewiesen werden. Wir sind erschüttert bei der weiteren Erkundung der maroden Altstadt. Verlassene Häuser im Verfalls- Zustand bis hin zu Ruinen gehören zum Stadtbild. Hier wird nichts in die Erhaltung der Bausubstanz investiert, es bietet sich ein uns bisher unbekanntes Extrem an Verwahrlosung im historischen Zentrum einer Stadt.

Dorische Säulen- Poseidon- Tempel 6. Jh. v.Chr.
Dorische Säulen- Poseidon- Tempel 6. Jh. v.Chr.

Hinter der barocken Fassade der Kathedrale S. Cataldo stolpern wir in einen romanischen Innenraum und steigen hinab in eine Krypta aus dem 10.-11. Jahrhundert mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert. Reste von Bodenmosaiken ebenfalls aus dem 11.Jahrhundert befinden sich im Kirchenschiff. An der zum Meer gerichteten Altstadtseite finden wir dann auch noch ein passables Restaurant in dem wir vor der Abfahrt aus Tarent noch einkehren. Es ist ein Jammer was wir in den Gassen Tarents gesehen haben.

Kathedrale S. Cataldo- Frühchristliche Krypta 10.-11.Jh.
Kathedrale S. Cataldo- Frühchristliche Krypta 10.-11.Jh.

Der Donnerstag beginnt sonnig. Heute wollen wir noch einmal in den süditalienischen Karst absteigen. Nordöstlich von der Grotta del Trullo in Putignano befindet sich die größere Karsthöhle Grotte di Castellana . Seit 1938 ist die Höhle erschlossen, die Erstbegeher mussten sich in eine 60 Meter tiefe und 100 Meter breite Halle abseilen. Das Loch im Erdniveau hatte man allerdings schon lange vorher zur Entsorgung von Müll genutzt. Wir nehmen an einer 3 Kilometer langen Führung teil, die uns bis zur weißen Grotte führt, in der die Tropfsteine in Alabaster erscheinen.

Weiße Grotte- Grotte di Castellana
Weiße Grotte- Grotte di Castellana

Nach einer Mittagspause an unserem Trullo mit traditionellem Brot aus Matera fahren wir am Nachmittag nach Locorotondo südöstlich von Alberobello. Der schmucke, vorwiegend weiß getünchte Ort liegt auf einer Anhöhe auf 400 Meter, von der man einen weiten Blick über das Land und das Valle d’Itria hat.

Locorotondo
Locorotondo

Die neoklassizistische Hauptkirche San Giorgio Martire stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die romanischen Säulen in der Krypta lassen allerdings ältere Vorgänger- Bauten vermuten. Nachdem wir die Gassen des äußerst adretten Altstadtbereichs durchstreift haben, nehmen wir auf einer Bank in einem kleinem Park Platz. Ein idealer Ort für die Betrachtung des anstehenden Sonnenuntergangs. Leider vereiteln heute Wolkenberge im Westen dieses Spektakel, dem die Büste des „Padre della Patria“ täglich beiwohnen darf. Über der Szenerie geben sich Mond und Jupiter ein Stelldichein.

Mond, Jupiter und Padre della Patria- Locorotondo
Mond, Jupiter und Padre della Patria- Locorotondo

Am Ende unseres Ausflugs am nördlichen Altstadtrand ist es die Basilika Madonna della Greca, der wir uns noch zuwenden. Die romanisch- gotischen Formen der Kirche lassen auf eine frühere Entstehung in Bezug auf die erste Erwähnung im Jahr 1520 schließen. Über dem Portal der Basilika befindet sich eine Fensterrose.

Gasse in Locorotondo
Gasse in Locorotondo

Ein Polyptichon mit 5 Figuren mit der Madonna delle Rose als Mittelpunkt und ein Relief des heiligen Drachentöters Georg schmücken den ansonsten schlichten, fensterlosen Innenraum. Die steinernen Skulpturen stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Basilika Madonna della Greca
Basilika Madonna della Greca

Auf unserer Masseria in Noci werden wir im „Il Brione“ wieder bestens versorgt.

:-)
🙂

Am Freitag haben wir uns aus unserem Wanderführer eine Wanderung entlang der beeindruckenden Schlucht Gravina di Laterza ausgesucht. Wir parken am Besucherzentrum des Naturschutzgebietes. Ähnlich wie die westlich gelegene Schlucht von Matera hat sich das aus dem Karst abfließende Wasser einen 12 Kilometer langen, 400 Meter breiten und 200 Meter tiefen Canyon gegraben.

Karsthöhle oberhalb der Schlucht Gravina di Laterza
Karsthöhle oberhalb der Schlucht Gravina di Laterza

Immer entlang der östlichen Rim- Kante folgen wir dem Verlauf der Schlucht mit tollen Tiefblicken. In den Steilwänden gegenüber nistet ein Raubvogelpaar, Schmutzgeier wie wir später herausfinden.

Gravina di Laterza
Gravina di Laterza

Sehr zu unserem Unbehagen fängt es nach einigen Kilometern in dem völlig exponierten Gelände an zu regnen. Der rote Boden klebt sofort an den Schuhsohlen und bildet dicke Klumpen, die den raschen Rückzug zum Visitor- Center erheblich erschweren. Unsere Hoffnung bei der Fahrt nach Osten zur Küste auf besseres Wetter zu stoßen wird leider bitter enttäuscht. Geplant war der Besuch von Polignano a Mare nördlich von Monopoli. Angelica vom Hotel hatte uns einen Besuch dort ans Herz gelegt, den wir aber wetterbedingt aufschieben.

Gediegenes Ambiente im Fè
Gediegenes Ambiente im Fè

Am Abend folgen wir einer Restaurant- Empfehlung von Angelica, die uns das „Fè“ des ambitionierten Küchenchefs Francesco Laera ganz in der Nähe in Noci ans Herz gelegt hat. Wir verbringen einen sehr gediegenen Abend im traditionellen, aber eleganten Trullo- Ambiente des Gastraums. Bei Francescos 7- Gang Herbstmenü erleben wir berechtigte Sterneambitionen der Location. Dekoriert wurde Laera bereits national mit der Auszeichnung >CHIC<, die ihn als Charming- Italian- Chef ausweist.

Der Wolfsbarsch a Laera
Der Wolfsbarsch a Laera

Nach dem Frühstück am Samstag verabschieden wir uns von Angelica und der freundlichen Crew unserer Masseria Abate in Noci. Da unser Rückflug nach Köln erst um 19 Uhr startet, entscheiden wir uns der Altstadt von Bari noch einen Besuch abzustatten. Wir ergattern einen Parkplatz in der Nähe des Hafens. Von hier bedient der Fährverkehr die Häfen jenseits der Adria, in Kroatien, Montenegro und Griechenland.

Der Heilige Nikolaus von Myra
Der Heilige Nikolaus von Myra

Wir gelangen zunächst an die Basilika San Nicola, die unter normannischer Herrschaft 1197 fertiggestellt wurde. Die Kirche ist dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht, dem legendären Nikolaus, dem unsere Kinder am 6. Dezember ihre Stiefel vor die Tür stellen. Millionenfach in Schokolade gegossen soll der Mann ja sogar durch Schornsteine klettern und wird als verzerrte Werbeikone eigentlich für fast alles missbraucht was Umsatz bringt.

Krypta der Basilika San Nicola mit Nikolaus- Grab
Krypta der Basilika San Nicola mit Nikolaus- Grab

Tatsächlich lebte jener Nikolaus Ende des 3. Jahrhunderts in Myra in Lykien (heute Türkei), einem kleinen Ort (heute Demre) 100 Kilometer südwestlich von Antalya. Zum Priester geweiht wurde er Abt im Kloster Sion bei Myra und fiel der Christenverfolgung im Jahr 310 zum Opfer. Sein ererbtes Vermögen verteilte er unter den Notleidenden. In der 1089 geweihten Krypta der Basilika liegt ein Teil der Reliquien, die aus Bari stammende Seefahrer aus Myra geraubt haben. Der Andrang auf das mit Stahlgittern gesicherte Nikolaus- Grab ist groß.

Markt- Stand in Bari
Markt- Stand in Bari

Die Kathedrale San Sabino wurde bis 1178, also noch vor San Nicola erbaut. Leider finden wir sie verschlossen vor und so bleibt uns der Blick auf einen prunkvollen Bischofsstuhl aus dem Jahre 1098 verwehrt. Nach 3-jähriger Belagerung eroberten die Normannen im Jahr 1071 Bari als letzten Besitz von Byzanz. 1155 kam es bei einer Rebellion der Bevölkerung gegen die Normannen zu schweren Beschädigungen von Stadt und Kirchen unter der Herrschaft Wilhelm des I. von Sizilien (genannt „Der Böse“).

Mauern des Castello Svevo di Bari
Mauern des Castello Svevo di Bari

Unter dem Staufer Friedrich II. erlebte Bari nach 1221 seine Blütezeit. Das auf einer byzantinischen Burg errichtete Castello Svevo di Bari wurde bereits 1131-1132 vom Normannenkönig Roger begonnen und nach den Zerstörungen von 1139 und 1155 durch Friedrich II. im Jahr 1233 in seine heutige Form umgebaut. Wir besuchen das Kastell und finden im Inneren ein Museum vor, in dem Kapitelle, Skulpturen und Reliefs aus Bari und ganz Apulien zusammengetragen sind. Wir drehen noch eine letzte Runde durch die lebhaften Gassen und setzen uns dann bald in Richtung Flughafen in Bewegung.

Innenhof Castello Svevo di Bari
Innenhof Castello Svevo di Bari

Pünktlich um 19 Uhr macht sich unser Luft- Bus auf den Weg in die Nacht über der Adria und setzt uns 2 Stunden später in Köln ab. Apulien hat noch viel zu bieten und auf die Erkundung des Salento, dem eigentlichen Stiefelabsatz, die wir im nächsten Jahr planen freuen wir uns jetzt schon.

Nächstes Jahr geht's weiter...
Nächstes Jahr geht’s weiter…

Arnd Korbmacher

©Copyright 2019

Berg- und andere Touren