Wochenendtrip nach Prag 2026
Mit einem Auslandseinsatz hat es unsere Tochter für drei Monate in die Hauptstadt unseres Nachbarlandes Tschechien verschlagen. Schon im Vorfeld haben wir das lange Wochenende um den 1. Mai für einen Besuch abgesteckt. Anne konnte sich auch unter der Woche schon Urlaub einplanen um mit Freund Jan bei derzeit fantastischem Frühlingswetter die Stadt zu erkunden. Anne hat Prag mit uns bereits zum Jahreswechsel 2019/2020 kennengelernt. Bei unserer Anreise mit dem Auto erscheint mir unser Vorhaben schon etwas verrückt. Über Kassel, Leipzig und Dresden sind es gut 700 Kilometer, die sich am Freitag aber überraschend gut fahren lassen. Wahrscheinlich hat sich ein großer Teil des Reiseverkehrs bereits am Donnerstag auf den Weg gemacht. Die Benzin- und Dieselpreise haben durch aktuelle internationale Krisen und Konflikte ein Allzeithoch erreicht, was man auch der ungewohnt defensiven Fahrweise der meisten Verkehrsteilnehmer anmerkt. Niemand drängelt von hinten und ich glaube ich werde auf der gesamten Strecke nur von einer Hand voll Autos überholt, was vielleicht nicht für meine Fahrweise spricht 😉

Die Erwartung ist groß, dass der zum 1. Mai angesetzte Tankrabatt von 17 Cent/Liter auch beim Verbraucher ankommt. Ja- Geld, das durch den Auspuff rauscht tut weh und wir trösten uns mit dem bescheidenen Verbrauch unseres Diesels, der sich auch bei zügiger Fahrweise mit 6,5 Litern auf 100 Kilometern begnügt. Nach etwas mehr als 6 Stunden erreichen wir die goldene Stadt an der Moldau. Ich habe in meinem Bericht:
>Reisen/Fruehere-Reisen/Tschechien/Prag-2019-Jahreswechsel-in-der-Goldenen-Stadt<
einiges über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt geschrieben. Die Millionen- Metropole lockt mit ihrer historischen Innenstadt als eine von 16 Welterbestätten Tschechiens jährlich neun Millionen Menschen aus aller Welt in die Stadt. Wir haben uns für zwei Nächte in einem Hotel im Westen Prags eingemietet. Wir wohnen auf historischem Boden in der Benediktinerabtei Břevnov. Der heutige Gebäudekomplex, der die barocke Klosterkirche St. Margareta umgibt wird neben unserem Hotel auch von einer Autowerkstadt und Bierkneipen genutzt.

Es waren die Hussitenkriege und auch der Dreißigjährige Krieg unter denen die Abtei immer wieder zerstört wurde. Eine für uns nicht zugängliche romanische Krypta zeugt vom Ursprung des ersten Benediktinerklosters auf böhmischem Gebiet im Jahr 993. Besiedelt wurde die Anlage von Mönchen aus dem bayrischen Kloster Niederaltaich. Die zugehörige Klosterbrauerei ist die älteste Brauerei Böhmens. Der später heiliggesprochene Gründer Adalbert war zweiter Bischof von Prag und ist der Namensgeber unseres Hotels, in dem wir unser kleines Zimmer unter jahrhundertealten Eichenbalken des Dachstuhls beziehen. Es ist 16 Uhr und nach kurzem Briefing machen wir uns auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle. Auf den angrenzenden Wiesen der Klosteranlage findet bei dem herrlichen Wetter gerade ein Bierfest statt. Wir fahren mit der Straßenbahn Nummer 22 bis zum Haltepunkt Pohořelec vor den Mauern des Klosters Strahov. Im frei zugänglichen großen Klostergarten treffen wir auf Anne und Jan. Ein toller Treffpunkt mit einem ersten großartigen Ausblick über die Prager Kleinseite, auf Moldau und Altstadt, flankiert vom Veitsdom auf dem Burgberg und dem Petřín-Aussichtsturm.

Für diesen kurzen Besuch in Prag wollen wir uns keinen Besichtigungs-Druck machen. Das Wetter lädt zum Aufenthalt in den herrlichen Prager Parks ein. Wir wollen uns einfach ein wenig treiben lassen und visieren das Burgviertel Hradschin an. Mit 70000 Quadratmetern Fläche ist die Prager Burg die größte geschlossene Burganlage der Welt. Hier residierten die böhmischen Könige, zwei Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und nach der Teilung der Tschechoslowakei die tschechischen Präsidenten. Wie zu erwarten sind an diesem auch in Tschechien langen Wochenende sehr viele Menschen in der Stadt unterwegs. Wir betreten den zweiten Burghof durch das Mathiastor und umrunden den Veitsdom mit seiner goldenen Pforte über den dritten Burghof. 1344 legte Karl IV. den Grundstein für den Bau der gotischen Kathedrale anstelle einer romanischen Basilika. Wesentlich älter ist die benachbarte romanische Basilika St. Georg aus der Epoche der Přemysliden. Hinter einer barocken Fassade verbirgt sich die drittälteste Kirche Böhmens aus dem Jahr 921.

Über die Pulverbrücke verlassen wir die Burg nach Norden und streifen durch die königlichen Gärten vor den Mauern der mittelalterlichen Burg. Am Lustschlösschen der Königin Anne verweilen wir eine Weile auf einer Bank, bevor wir auf der Höhe durch den östlich anschließenden Letná-Park das Prager Metronom erreichen. Die 25 Meter hohe Kunstinstallation mit dem Titel „Time Machine“ steht seit 1991 auf dem Sockel einer 1962 demontierten Stalin- Statue. Der Zeiger beschreibt alle 10 Sekunden einen Bogen von 60 Grad. Von hier ist der Blick auf die Altstadt und die Moldau perfekt. Eine Gruppe Jugendlicher hat sich hier oben mit einigen Bierkästen eingerichtet. Es wird gefeiert an diesem Wochenende und rund um den kleinen See im Letná-Park haben es sich Leute in den Wiesen gemütlich gemacht um diesen herrlichen Tag zu genießen. Eindrucksvoll empfinden wir die Sauberkeit in den Parks, wo uns weder Hundehaufen noch Müll ins Auge fallen.

Vom Haltepunkt Chotkovy Sady fahren wir mit der Linie 22 bis zum Náměstí Míru (Friedensplatz) im Stadtteil Vinorhady (Weinberg) im Stadtbezirk Prag 2. Hier hat Anne ein typisch tschechisches Restaurant in der Nähe ihrer Wohnung in der Belgischen Straße (Belgická) ausgesucht. Das Restaurant „Mlsnej Kocour“ bietet rustikale einfache Küche und Pilsener Urquell vom Fass. Wir essen gut und mal wieder viel zu viel. Nach dem Essen begleiten wir Anne und Jan zu ihrem Appartement, das wir uns noch anschauen, bevor wir die Reise mit der Linie 22 zurück zu unserem Nachtlager antreten. Wir fallen todmüde auf unser Klosterlager und schlafen gut, während draußen der noch Fast-Vollmond vom 1. Mai über den Dächern aufgeht.

Das Frühstück mit einer guten Auswahl ergibt eine solide Grundlage für den Tag, unsere Verabredung mit Anne und Jan steht an der Haltestelle Malostranská nahe der Manes- Brücke über die Moldau. Den Treffpunkt erreichen Anne und Jan aus der Gegenrichtung ebenfalls mit der Linie 22 kurz nach uns. Die 22 ist die Linie, die von Touristen gerne genutzt wird, da man viele Sehenswürdigkeiten damit erreichen kann. Ab 60 Jahren zahlen wir nur den halben Fahrpreis. Unseren heutigen Samstag beginnen wir mit dem Besuch des Senatsgartens am Wallenstein- Palais, das im Auftrag des Feldherrn Wallenstein bis 1630 errichtet wurde. Wieder betreten wir eine großartige Gartenanlage mit einem Teich, in dessen Mitte sich eine Insel befindet. Während dort ein bronzener Herkules einen Drachen erschlägt plätschert Wasser aus den übrigen ringförmig angeordneten Figuren. Kapitale Karpfen durchkreuzen den See. Pfauen suchen den Schatten am Rand, wo sich früher die Stallungen befanden. Über der Szenerie thront die gewaltige Prager Burg auf dem Hradschin.

Der Weg zum eigentlichen Vorplatz des Palais ist beidseits mit Bronzestatuen des Bildhauers Adriaen de Vries (1545-1626) flankiert. Es sind allerdings Abgüsse, da Prag am Ende des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen geplündert wurde, die Originale sich also heute in Stockholm im königlichen Schloss Drottningholm befinden. Die Venus auf dem Venusbrunnen vor dem Palais ist ebenfalls ein Abguss, das Original kehrte 1889 auf die Prager Burg zurück. In einer Ecke des Vorplatzes spannt ein Pfau sein prachtvolles Gefieder auf. Auf den Stufen der Loggia stimmt ein Chor ein Lied an, während wir kurz auf einer Bank innehalten. Den Senatsgarten verlassen wir entlang von Volieren mit gewaltigen Eulen und blühenden Kastanien durch ein Tor in der Umgebungsmauer. Auf der Letenská folgen wir den Straßenbahngleisen zum Malostranské- Platz mit der St. Nikolaus Kirche, an deren Eingangsportal sich eine Warteschlange gebildet hat.

Auf dem Weg zur Karlsbrücke biegen wir zur Kirche „St. Maria unter der Kette“ ab. Sie wurde mit der Klostergründung eines Johanniter- Klosters bis 1182 als dreischiffige Basilika erbaut. Leider ist die Kirche, die dem tschechischen Großpriorat des Malteserordens untersteht nicht geöffnet. Wir können nur den Vorhof, der früher als Friedhof diente betreten. Der Leichnam Kaiser Karls IV, wurde 1378 in dieser Kirche ausgestellt. Hier lebte auch der heilige Nepomuk, der unter der Folter Wenzels IV. sein Beichtgeheimnis nicht brach. Noch lebend oder bereits tot ließ Wenzel, der wenig glorreiche Sohn Karls IV. ihn von der Karlsbrücke werfen. Der Touristenstrom verdichtet sich zunehmend auf dem Weg durch das Kleinseitige Brückentor. Neben zahlreichen Heiligenfiguren entlang der Brücke erreichen wir auch die bronzene Statue des Nepomuk. Das Berühren des Nepomuk auf der Bronzetafel soll Glück bringen.

Auf der Altstadt- Seite entlässt uns die Karlsbrücke unter der Statue Kaiser Karls IV auf den weiteren Königsweg Richtung Altstädter Ring. Anne lädt uns zu einer tschechischen Spezialität, dem Trdelník ein. Auf Deutsch übersetzt ist es ein Baumstriezel mit einem spiralförmig auf einem Stab gebackenen süßen Hefeteig. Verschiedene Füllungen mit Eis sind im Angebot und unsere Trdelník’s ergeben eine willkommene Zwischenmahlzeit. Das Eis hier an der Karlova 4 kann bei uns geschmacklich leider nicht punkten. Ich erblicke an dieser Adresse allerdings eine Bronzetafel, die das Haus als Wohnort des berühmten Astronomen Johannes Kepler in den Jahren 1607-1612 deklariert. In dieser Zeit entdeckte er die ersten beiden Gesetze über die Bewegung der Planeten um die Sonne. Wir kommen am Clementinum, einem ehemaligen Jesuitenkolleg vorbei. Sehenswert sind hier die Spiegelkapelle, eine barocke Bibliothek und ein astronomischer Turm. Da keine Eintrittskarten mehr verfügbar sind müssen wir unseren Besuch auf ein nächstes Mal verschieben.

Am Prager Rathaus vorbei halten wir uns nach Norden zum jüdischen Viertel Prags mit der ältesten aktiven Synagoge Europas. Am Jüdischen Friedhof entlang flanieren wir über Prags Prachtstraße, die Pařížská. Die Belle Epoche mit Elementen von Barock- Renaissance und Jugendstil glänzt wie eine Mischung aus Wiener Ringstraßenarchitektur und den großen Boulevards von Paris. So führt uns die Pariser Straße an noblen Geschäften vorbei zu unserem nächsten Ziel an der Moldau an der Čechův Most. Als eine von 15 Brücken des inneren Stadtgebiets führt diese Brücke in einer Linie auf den Letná-Park mit dem Metronom zu. Wir kaufen uns hier ein Ticket für eine 45 minütige Rundfahrt auf der Moldau. Das Schiff beginnt seine Runde stromaufwärts zum Wendepunkt hinter der Karlsbrücke und fährt dann flussabwärts bis zum historischen Wasserkraftwerk auf der Moldauinsel Štvanice. Mit Erläuterungen auch in unserer Sprache zu den Sehenswürdigkeiten beidseits der Moldau genießen wir unsere Fahrt mit einem Getränk.

Vom Moldauufer laufen wir nun entlang repräsentativer Häuserfassaden rund um die Pariser-Straße zum Altstädter Ring, dem Rathausplatz, der uns noch gut in Erinnerung ist. Auf dem großen Platz steht hier das Denkmal zu Ehren des Gründers der Hussitenbewegung Jan Hus (1639-1415). Als zweiter Rektor an der Karls Universität, der ältesten Universität Mitteleuropas bot der Theologe lange vor Luther der katholischen Kirche die Stirn mit seinen reformatorischen Lehren. Auf dem Konstanzer Konzil 1415 endete sein Leben trotz vorausgegangener Zusicherung freien Geleits auf dem Scheiterhaufen. Heute wird er in Tschechien als Nationalheiliger verehrt. Auch hier flankieren großartige Hausfassaden, das alte Prager Rathaus mit seiner astronomischen Uhr und die Teynkirche den Platz auf dem wir damals im Getümmel des Weihnachtsmarkts unterwegs waren. Die Vorbereitungen für den morgigen Prag- Marathon nehmen diesmal den Platz in Beschlag.

Wir verlassen den Altstädter Ring über die Dlouhá in nordöstlicher Richtung und nehmen die Tram an der Revoluční, die uns zum Haltepunkt Bílá Labut‘ auf der Straße Na Poříčí bringt. Wir befinden uns hier vor dem Hotel, in dem wir bei unserem ersten Aufenthalt im Stadtteil Florenc gewohnt haben. Anne ist sehr erstaunt, da wir durch eine benachbarte Einkaufspassage das Bürogebäude erreichen, in dem sich auch die Räume ihres Arbeitgebers befinden. Im großräumigen Innenhof des Florentinum Gebäudekomplexes im Stadtteil Florenc mache ich ein Foto und werde ad hoc von einem Aufseher gebeten das zu unterlassen, Fotografieren sei hier verboten. Wir verlassen den Hof zur Na Florenci und treffen gegenüber auf einen Geschäfts- und Bürokomplex mit interessanter Architektur. Dahinter befindet sich der Regionalbahnhof Masarykovo. Wir nehmen nun die Metro Richtung Platz der Republik, die wir am Haltepunkt Můstek wieder verlassen.

Wir wählen den Ausgang zum Jungmann Platz und kommen am Josef Jungmann- Denkmal wieder ans Tageslicht. Josef Jungmann (1773-1847) hat sich als Sprachwissenschaftler im Österreichischen Kaiserreich um die Tschechische Sprache verdient gemacht und so Tschechien zu einer nationalen Wiedergeburt verholfen. Durch den Park des Franziskanerklosters, in dem wir nicht unsere erhoffte ruhige Bank vorfinden gelangen wir an den Wenzelsplatz, der als breite Straße nach Südosten auf das Nationalmuseum zu fluchtet. Man rüstet sich offensichtlich auch hier für den morgigen Stadt- Marathon. So laufen wir über den Wenzelsplatz um das Franziskanerkloster herum zum Můstek- Platz. Über die 28. října kehren wir zurück zum Jungmann- Platz. Hier präsentiert sich die Traditions- Biermarke „Pilsener Urquell“ mit einem Museum und einem gut besuchten Fanshop. Die Bier- Fans kommen aus aller Welt und auch uns begegnen heute einige durstige Gruppen in der Prager Innenstadt. Tschechisches Bier ist ein Welterfolg und dabei immer noch verhältnismäßig günstig. Wir haben uns gestern Abend >on tap< davon überzeugen können.

Vor dem Einkaufszentrum Quadrio steht der verspiegelte Kopf Franz Kafkas des Künstlers David Černý. Durch Rotation der 42 verspiegelten Edelstahlplatten findet stündlich eine Choreografie statt, eine Metamorphose für die Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ Inspiration gewesen sein soll. Das Millionenprojekt der 39 Tonnen schweren beweglichen Großplastik wurde 2014 realisiert. Irgendwie ist jetzt die Luft bei uns raus und wir laufen durch die Gassen der Prager Altstadt zu unserem vorreservierten Restaurant. Wir kommen dabei an einer weiteren Kunstinstallation David Černýs vorbei, der sich auch mit politischen Botschaften und anderen Objekten im Prager Stadtgebiet einen Namen gemacht hat. Hier ist es Siegmund Freud, der in schwindelnder Höhe, nur mit einer Hand an einem Balken hängend auf uns hinabschaut. Über den Betlehem- Platz erreichen wir das Restaurant „V Zátiší“, wo wir zusammen mit Anne und Jan einen kulinarisch erfüllten Abend verbringen möchten. Das Menü, das uns Küchenchef Mahavir Kansval auf den Teller zaubert erfüllt unsere Erwartungen und macht Spaß mit einer Weinauswahl, bei der auch tolle tschechische Weine den Weg in unsere Gläser finden.

Zufrieden flanieren wir mit Südkurs zur Straßenbahn-Haltestelle Národní třída an der Kreuzung der Straßen Národní und Spálená, wo sich unsere weiteren Heimwege trennen. Die Linie 22 bringt Anne und Jan in östlicher Richtung zu ihrem Appartement im Stadtteil Vinorhady, wir fahren in Gegenrichtung zurück zu unserem Hotel nach Břevnov. Wir können am Sonntag etwas länger schlafen, denn wir lassen das Hotelfrühstück ausfallen. Vor unserer Abreise machen wir noch einen Rundweg durch die Gärten des Klosters entlang der Orangerie durch einen Obsthain zum Friedhof des Klosters. Wir treffen uns heute im Vinorhady- Viertel mit Anne und Jan zum Frühstück. Das Wohnviertel ist ein angesagtes Viertel mit einer internationalen Atmosphäre. Inmitten vieler Grünflächen leben Leute aus aller Welt in Häusern, deren pastellfarbene Hausfassaden ein wenig Art-Déco- Flair ausstrahlen. Zahlreiche Cafés und Restaurants, ein Biergarten im Riegrovy Sady-Park und der begrünte Náměstí Míru, der „Friedensplatz“ mit der neugotischen Kirche St. Ludmilla vermitteln einen angenehmen Eindruck.

Leider sind am Sonntagmorgen im Eck-Café „Zanzibar“ bereits alle Plätze an der Straße belegt. So nehmen wir einen Tisch im Innenraum und bestellen eines der hier angebotenen Frühstückssortimente. Wir werden von einem jungen Team versorgt und da der Frühstücksraum bald gut gefüllt ist, müssen wir recht lange warten. Ich bin aber dann mit meinem englischen Frühstück sehr zufrieden. Wir sitzen noch einmal gesellig beieinander und begleiten Anne im Anschluss zurück, leider müssen Jan und auch wir uns jetzt von ihr trennen. Jan fährt mit uns zusammen zurück nach Dortmund und wir weiter nach Wuppertal. Die 700 Kilometer fahren sich gut weg und auch auf der Rückfahrt ist der Reiseverkehr nach diesem langen Wochenende entspannter als gedacht. Ein Tankstopp vor der Grenze macht Sinn, denn der Kraftstoff ist in Tschechien erheblich billiger als zu Hause. Prag, die goldene Stadt ist unbedingt eine Reise wert und wir haben hier immer noch einiges zu entdecken.

A. Korbmacher
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